NOUVELLE-VIS Issue#1

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    09-Mar-2016
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Nouvelle-Vis Heft 1.2010

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  • NOUVELLE-VIS online magazinea new potency and visionfor lifestyle and fashion

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    NOUVELLE-VIS

    CHEFREDAKTIONChefredakteurin - Julia Laukert

    REDAKTION

    Art Director / Editorial Director / Fashion Director - Julia Laukert

    Stellv. Fashion Director / Autorin -Sandrine Marissa Jalquin

    2008-2010 www.-nouvelle-vis.com. All rights reserved

    INHALTSVERZEICHNIS ISSUE #1

    online magazine

    DESIGN

    Creative Director Web and Graphic Design - Katharina Kuntz

    MAGAZINE

    FASHION

    MODESTRECKEN

    DESIGNER IM INTERVIEW

    ART

    CLASSICS

    Vorwort 4News 5

    Artist: Mark Maggiori 55Ausstellungen im Februar und Mrz 59

    Kaschuba Hommage 24Sandrine Marissa Jalquin 28From Monday to Sunday 39

    Do/Dont 60All Eyes On: GKUtes 61Travel: Istanbul 72

    Irina Kaschuba 47 Meet & Greet in Paris Erika Hendrix 49Bernard Chandran 51

    Focus Das endlose Privileg der schnen Dnnen 6

    LifestyleEgoshooter 9

    Mercedes-Benz Fashion Week Berlin A/W 2010 Runway Xtra 12Michael Sontag 16

    Trendprognose 18Streetstyle 19

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    VORWORT

    Das Thema Mode ernst zu nehmen, ist fr einige schwer vorstellbar, fr anderedagegen essenziell. Whrend es in Frankreich zum Alltag gehrt, sich berMode zu unterhalten und diese zu leben, ist das Thema in Deutschland immernoch verpnt. Mode ist, banal betrachtet, nur eine Oberflchlichkeit, ohnedie wir keinen individuellen Stil kreieren und Statements setzen knnten. Fruns ist sie, ebenso wie unsere Leidenschaft fr Kunst, das A und O.Zugleich mchten wir mit unserer Rubrik All Eyes On eine markante Noteunserer Auseinandersetzung mit den Absurditten des tglichen Lebenssetzen und eine Balance zwischen Banalitt und High Fashion schaffen.

    Um die Branche aus dem richtigen Blickwinkel zu betrachten und hinter dieKulissen unterschiedlicher Modemacher zu schauen, ist uns kein Weg zu weitund kein Gesprch zu lang. Neben dem Fokus auf die Metropolregion Rhein-Neckar und Main, liegt es uns am Herzen, uns am Geschehen derinternationalen Modeindustrie zu beteiligen und ber das schnelllebige undaktuelle Geschehen zu berichten.Unser grtes Geschenk an unsere Leser ist die Arbeit an zuverlssiger undinformativer Berichterstattung, sowie die aufwendigen Fotostrecken, mitdenen wir Euch Jungdesigner und ab April auch groe Labels prsentierenwollen.

    Lasst euch Zeit und geniet die erste Ausgabe von Nouvelle-Vis, dem OnlineMagazin.

    Viel Spa wnschen Euch eure Julia und Sandrine!

    Julia LaukertBegrnderin und Leiterin des Online Magazins

    NEWS

    Aller Anfang ist schwer. Besonders, wenn es sich um die Realisierung dereigenen Ideen handelt. Die erste Ausgabe unseres Magazins ist nun onlineund der Wunsch nach der endgltigen Abgrenzung von einem Blog ist damitgegeben. Mode, Lifestyle und Kunst bilden weiterhin und intensiver denn jezuvor die Schwerpunkte von Nouvelle-Vis. Zudem sind viele Vernderungeneingetreten, die die Plattform als ein Magazin auszeichnen undNachhaltigkeit sichern: Interviews, Reiseberichte, Modestrecken sowie dieMglichkeit, das Online-Medium Ausgabe um Ausgabe zu downloaden oderauf Papier zu drucken.

    n Schon bald auf www.nouvelle-vis.com zu sehen: Das Video zum ersten Shooting - Set in Mannheim.

    n Das Titelthema der zweiten Ausgabe steht fest: China Spezial

    n Ab April knnt ihr bei nouvelle-vis.com tolle Sachen gewinnen. Wie? Einfach nach Verlosungen Ausschau halten und sich in unseren Email-Verteiler aufnehmen lassen. (Email an [email protected])

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    Das Thema Modelwahn und die Diskussionen ber die Paradoxie zwischen der Werbung und der Realitt wir seit jeher durch den Drehwolf gejagt. Da kann ein Klecks von unser-er Seite auch nicht schaden. Ursprnglich bildete das V Magazine mit seiner ppigen Ausgabe die Eingebung dieses Artikels. Die Brigitte Initiative rundete die ganze Sache noch etwas ab. Sie fragen sich vermutlich, welche Seite wir von Nouvelle-Vis annehm-

    en? Schreiten wir auf der Pro- oder der Contra-Models Seite des Feldzuges? Bevor wir das groe Geheimnis entblen, ist es sinnvoll den Tatsachen ist Auge zu blick-en und das wird nicht lang-weilig!Lassen sie sich einmal ein paar Bilder von Modestreck-en oder Werbungen durch den Kopf gehen. Was seh-en sie? Models? Hbsche, gestylte Frauen mit einer schlanken Figuren? Haben sie zwischendrin eine etwas flligere Dame gesichtet? Wenn ja, dann war das eine Ausnahme. Ebenso wie es eine Ausnahme in jeder an-deren Modestrecke einer diverser Zeitschrift war. Im Regelfall und in 99% der Flle, werden Mdchen oder Frauen mit einer durch-schnittlichen Krpergre von 1,80m und einer schlan-ken bis sehr schlanken Figur fr Shootings und Laufstege gebucht. Das kommt nicht von ungefhr: Die Muster-teile einer Kollektion, die erst spter auf den Markt kommt, werden in den Gren 34/36

    FOCUS FOCUS

    Das endlose Privileg der schnen Dnnen angefertigt. Um ein Kleidungsstck gere-cht und den Vorstellungen des Design-ers zu prsentieren, mssen auch die, die diese vorfhren, in die Sachen perfekt passen - auch wenn etwas am Rcken zusammengesteckt oder ein anderer Teil umgenht werden muss. Fr die Modeb-ranche ist es einfacher Models zu finden, die einer Vorgabe entsprechen. Und das sind nun einmal (junge) Frauen und Mn-ner, die eine gewisse Konvektionsgre und Krpergre vorweisen knnen.

    Alles weitere ist zu zeitaufwendig und wrde die Industrie in Chaos strzen. Die Rede ist ganz einfach deshalb von einer Industrie, da jeder Mensch Kle-idung bentigt, trgt und die meisten ber die Neuigkeiten in der Modewelt auch informiert werden mchten.

    In den letzten zwei Jahrzehnten wurde das Modelgeschft zu einem Fokus in den Medien. Waren es in den 90er Jahren die wenigen auserwhlten, die einen bestim-mten Charakter verkrperten (Linda Evan-gelista & Co.) und als die schne und vollkommene Spezies betrachtet wurden, sind es ab der Jahrtausendwende die unzhligen TV-Sendungen, in denen auf zweifelhafte Weise das Business eines Mod-els vorgespielt und der Eindruck vermittelt wird, dass jeder Model sein knnte. Ma-chen wir uns nichts vor: gutes Aussehen, straffe Haut, ein makelloses Gesicht und die Individualitt, also das gewisse Etwas, sind Voraussetzungen, um ansatzweise in der Liga der Ausgewhlten mitzuspielen.

    Fr die Medien ist das Thema von verhun-gerten oder an Herzstillstand erleidenden jungen Frauen immer wieder ein gefun-

    denes Fressen, das nur die Ausnahmen kennt. Besonders nach den halbjhrlichen Fashion Weeks in Paris, London etc. wird dieses Thema immer wieder aufgekocht. Sie berichten in schockierenden Aufnah-men von Mdchen, die an dem Ge-schft zugrunde gehen, ber ihre absurdeErnhrungsweise und den Zwang dnn zu sein und immer mit dem erhobenen Finger auf die Industrie. Seltsamerweise wird nie erwhnt, dass keine der jungen Frauen oder der jungen Mnner dazu gezwungen wird, in diesem Geschft Fu zu fassen. Niemand ist gezwungen den Regeln zu folgen. Modelagenturen fr Todesflle verantwortlich zu ma-chen, ist zu simpel und wird schnell von dem Publikum aufgesogen, ohne hin-terfragt zu werden. Dass es zu solchen Fllen kommt, ist unabstreitbar, schreck-lich und traurig. Das steht auer Frage!Die Booker und die Designer knnen je-doch nicht jedem Model in die Seele schauen. Das mssen sie auch nicht. Natrlich ist es immer einfacher einen Skan-dal zu verkaufen als eine Moral, weswe-gen sich die Medien damit gerne kleiden.

    Ein Model ist ein Produkt und das sollte sich jeder klar werden, der in dem Ge-schft arbeitet oder darber spricht. Es verkrpert bzw. Fllen austausch-bar. Das sind die Fakten. Jahrzehnte lang haben alle Zeitschriften, die sich mit Mode auseinandersetzen, diese Mastbe geformt und angenommen.

    Immer wieder gab es Ausnahmen und das Volk hat bei dem Anblick einer schnen und flligen Frau gejubelt und diese sch-nell wieder vergessen. Die deutsche Frauenzeitschrift Brigitte ist seit Neuestem

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    Mit dem Aufkommen der digitalen Fotoka-mera und ihrer rasanten Verbreitung auf dem Verbrauchermarkt, stieg die Zahl der Selbstaufnahmen. Der Reiz sich innerhalb von wenigen Millisekunden auf einem Bildschirm einer Digitalkamera oder eines Handys betrachten zu knnen, berkam jeden schon einmal. Obwohl es Spiegel gibt, bedient man sich dennoch an die-sem Wunder der Technik. Der Titel des glei-chnamigen Films Egoshooter thematisi-erte im Jahr 2004/05 die Angst vor einem

    FOCUS LIFESTYLE

    Text: Julia Laukert

    EGOSHOOTER

    1. Film Egoshooter, 2004, Filmsequenz

    dahindriftendem Leben und den Versuch, dieses mit einer Videokamera festhalten zu wollen. Keinen wichtigen Augenblick verpassen und es sich dann noch ein-mal ansehen zu knnen, das ist der Sinn und Zweck einer Fotooder Videokamera. bertragen auf die Selbstaufnahmen, n-dert sich die Perspektive, indem man bei ausgestrecktem Arm auf sich selbst abziel-en kann und somit den Blick des Fotografi-erten und des Fotografen verrckt. Doch was ist es was uns dazu treibt, sich selbst zu fotografieren? Und was ist es, was so manch einen dazu treibt, einen Ordner auf seinem Laptop ei-

    mit ihrer sehr suspekten Initiative Ohne Models in aller Munde. Wir forschten nach und wollten herausfinden, was Bri-gitte denn eigentlich mit ihrem neuen Slo-gan meint. Mssen jetzt die Agenturen um ihre Existenz zittern oder mssen